Gedanken zu monospaced Fonts
Will man Programme, LaTeX oder html schreiben, sollte man monospaced fonts
verwenden, schon damit Einrückungen sauber dargestellt werden.
Dabei sollten folgende Dinge beachtet werden:
- 0 und O müssen leicht unterscheidbar sein, die Null sollte einen
Punkt oder Querstrich haben.
- 1lI müssen leicht unterscheidbar sein
- Punkt und Komma, sowie Semikolon und Doppelpunkt müssen leicht zu
unterscheiden sein.
- Das »a« sollte Antiqua-Form haben, damit es sich besser
vom »o« unterscheidet
- {} und () müssen sich gut unterscheiden lassen.
Fast alle bekannten Schriften zeigen Mängel in einem der obigen Punkte:
- Courier scheitert an Punkt 1 und läuft sehr weit.
- Monaco ist keine schlechte Schrift, aber sie hat kein
Antiqua-a und Bold läuft breiter als Medium.
- Andale Mono, die ansonsten wunderschön ist,
scheitert an Punkt 3.
- Deja Vu Sans Mono, ebenfalls sehr hübsch, scheitert
(allerdings nur in Mathematica) an Punkt 5.
- Envy Code R ist fast makellos, allerdings ist das oben
runde »A« nicht ganz nach meinem Geschmack und die Schrift
läuft eng, so dass »m« sehr gequetscht wirkt,
insbesonders in Bold ist es bei kleinen Größen nur ein
»Klecks«. Dafür besitzt sie viele Glyphen von
Unicode-Zeichen. Sie ist immer noch in meiner engeren Wahl.
- Inconsolata ist ebenfalls fast makellos aber 1 und l sind sich etwas
zu ähnlich. Ich habe mit FontForge die Inconsolata (für mich) so
abgeändert, dass die Null nun gepunktet statt gestrichen ist und
habe die linke untere Serife des l entfernt, sowie Komma und
Strichpunkt »prominenter« gemacht.
(Vorschau als PDF)
Sie entspricht nun am ehesten meinen Vorstellungen.
Diese abgeänderte »InconsolataBrf« kann man hier
runterladen:
InconsolataBrf.otf
Erstellt von: Peter Breitfeld, 88348 Bad Saulgau, Germany
eMail: phbrf@t-online.de
Last modified: Fri Jan 8 12:16:51 CET 2010